5 Tipps für Unterwegs

5 Tipps für Unterwegs

Seit mehr als 15 Jahren weiß ich von meinen Intoleranzen und habe gelernt mit meinen “Essenseinschränkungen” zu leben.  Zu Hause ist das nach einer bestimmten Eingewöhnungsphase meistens kein Problem. Man kocht einfach das, was einem gut tut. Die größte Herausforderung kommt dann, wenn man unterwegs ist, eingeladen wird, auswärts essen oder verreisen möchte. Deshalb kommen hier meine wichtigsten Tipps für Unterwegs:

 

  1. Nimm immer eine Kleinigkeit zum Essen / einen Snack mit! Das können für unterwegs verträgliche Trockenfrüchte, Nüsse, Reiswaffeln oder (selbst gemachte) Energieriegel sein. Im Notfall hast du dann etwas zum Essen, auch wenn du kein entsprechendes Lokal findest. Für die Arbeit empfehle ich immer selbst das Essen mitzunehmen – zu Hause kochen oder vorbereiten und in verschließbaren Gefäßen transportieren. Am Anfang scheint das vielleicht aufwändig, aber man gewöhnt sich daran und es lohnt sich!
  2. Bei Essens-Einladungen informiere im Vorfeld den Gastgeber und sage ihm/ihr, was du essen kannst (nicht, was du NICHT essen kannst!). Am besten bereite selber etwas vor zB Vorspeise oder Kuchen und bringe es mit – darüber freut sich der Gastgeber meist. Aus meiner Erfahrung sind die anderen Gäste oft an den neuen Gerichten interessiert und überrascht, dass sie auch gut schmecken!
  3. Wenn du auswärts isst oder verreist, dann informiere dich im Vorfeld gut, ob es in der Stadt entsprechende Lokale gibt. Dabei helfen dir sowohl die Homepage von Restaurants und Google-Bewertungen als auch Food-Blogs (wie dieser), die schon Lokale getestet haben. Aus Erfahrung haben vegetarisch-vegane Restaurants im Bereich Intoleranz mehr Erfahrung und entsprechende Angebote. Außerdem findet man die Speisekarten vieler Lokale online und kann sie im Vorfeld lesen. Im Zweifelsfall kann man ja anrufen und sich über Details informieren. Meine Empfehlung für Übernachtungen: ein Appartement mit Küche buchen! So kann man Frühstück und bei Bedarf auch andere Mahlzeiten selber zubereiten.
  4. Nimm für den Notfall entsprechende Medikamente (zB Antihistaminika) mit und verwende sie wirklich nur im Notfall! Wenn man diese Medikamente ständig einnimmt, dann gewöhnt sich der Körper erstens daran und zweitens haben diese auch Nebenwirkungen. Ich bevorzuge es, vorbeugend Vitamine ergänzend zu meiner gesunden Ernährung zu integrieren (bei HIT hilft zB Vitamin C). Außerdem vermeide ich im Alltag den Konsum von unverträglichen Nahrungsmitteln und mache im Urlaub/am Wochenende ein paar Ausnahmen. Aus eigener Erfahrung verträgt man im Urlaub mehr als im Alltag, weil der Körper insgesamt entspannter ist (diese Empfehlung gilt nicht für Zöliakie!).
  5. Und last but not least: eine positive Einstellung wirkt manchmal Wunder! Damit verträgt man Lebensmittel meist besser, als wenn man sich im Vorfeld zu sehr den Kopf zerbricht. Da spreche ich aus eigener Erfahrung: je negativer ich dachte, desto schlechter ging es mir danach. Mit einer positiven innerlichen Haltung hingegen, hat sich so manche Befürchtung/Reaktion schnell in Luft aufgelöst!


In dieser Rubrik “Unterwegs mit Intoleranz” findet ihr außerdem Essens-Tipps für Städte, die ich schon bereist habe oder sehr gut kenne. Zu folgenden Städten gibt es bereits oder in Kürze einen Intoleranz-Guide: