Vegane Torta Salata mit Spargel & getr. Tomaten

Vegane Torta Salata mit Spargel & getr. Tomaten

Ob mit Gemüse wie Zucchini, Spinat, Artischocken, Mangold oder Käse sowie Eiern gefüllt – in Italien ist die so genannte Torta Salata weit verbreitet. Was den Österreichern also die süße Torte ist, ist den Italienern die salzige bzw. herzhafte Torte. Zum ersten Mal gegessen habe ich sie erst hier in Italien bei meiner Schwiegermutter und ich muss sagen, die Geschmackskombination hat mich überzeugt! Ein mit Gemüse, Kräutern und traditionellerweise Käse gefüllter Mürbteig, der im Ofen gebacken und lauwarm serviert wird.

Jede Region oder manchmal auch Familie hat da ihre eigene Variante und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man denke da an die bekannte Erbazzone gefüllt mit Mangold & Parmesan aus der Emilia-Romana, die Torta Pasqualina, die zu Ostern gegessen wird und viele Varianten mit saisonalem Gemüse (Torta Salata ortolana) wie Radicchio, Spargel oder Melanzani. Schon ab dem 13. Jahrhundert begann man Brot mit allen möglichen Arten von Gemüse, Käse, Eiern oder Fleisch zu füllen – je nach Jahreszeit & Region. Sie wurden dann als Torte “rustiche” oder “salate” bezeichnet.  Im Mittelalter war die äußere Kruste noch hart und wurde nicht gegessen, erst später wurde sie durch Blätter- oder Mürbeteig ersetzt und gegessen.

Bis ich meine erste torta salata selbst gemacht habe, hat es lange gedauert. Ich dachte immer, dass es sehr kompliziert und zeitaufwändig sei. Aber wenn man den Teig (der übrigens nur aus wenigen Zutaten besteht) schon am Vortag zubereitet und in den Kühlschrank stellt sowie das Gemüse vorbereitet hat, geht das ganz schnell. Der Ofen macht dann den Rest der Arbeit.

Meine neueste Kreation ist jedenfalls mit grünem Spargel und frischem Wildspargel, getrockneten Tomaten & schwarzen Oliven. Die Kombi ist wirklich sooo lecker!! Statt Käse, Eiern oder Parmesan habe ich eine Füllung aus Kichererbsenmehl gemacht, die wirklich fantastisch schmeckt. Also quasi eine Farinata in der Torta Salata ;-)) Mein Mann & ich waren so begeistert von der Variante, dass wir sie schon 2x gemacht haben… Aber überzeugt euch selbst davon – hier mein Rezept:

 

Vegane Torta Salata mit Spargel & getrockneten Tomaten
fruktosearm, laktosefrei, histaminarm möglich, vegan

Zutaten für eine Spring- oder Quicheform
für den Teig:
250g Kamut- oder Dinkelmehl (1/2 Vollkorn)
150g Wasser
30g Olivenöl
etwas Salz
1/2 Packung Backpulver

für die Füllung:
1 Bund grüner Spargel, ca. 400g (ich habe auch Wildspargel verwendet)
120g getrocknete Tomaten
-> bei HIT-Problemen ev. roten Paprika verwenden
60g schwarze Oliven (nur in Wasser eingelegt)

180g Kichererbsenmehl
-> bei HIT: Mais- und verträgliches Proteinmehl vermischen
300g Wasser
3 EL Hefeflocken
-> bei HIT-Problemen verträgliche Menge testen, ev. weglassen
Oregano
Salz, schwarzer Pfeffer

 

Zubereitung:
Für den Teig alle Zutaten miteinander vermischen und zu einer homogenen Masse verkneten. Rund 1/2h rasten lassen.

Inzwischen die Spargel waschen, ev. schälen und 8 Spitzen beiseite legen. Den unteren Teil und die restlichen Spargel klein schneiden und in Salzwasser kurz blanchieren. Ebenso die Spitzen. Die getrockneten Tomaten in Wasser einweichen (falls ihr eine Variante in Öl verwendet dann entfällt das) und dann etwas zerkleinern. Die Oliven in Stücke schneiden.

Für die “Creme” Kichererbsenmehl mit Wasser & Hefeflocken mit einem Schneebesen vermischen. Rund 10 Minuten  ziehen lassen. Eine Spring- oder Quicheform einölen (Alternativ Backpapier verwenden). Den Teig nochmals gut durchkneten und mit einem Nudelwalker etwas größer als die Form ausrollen, in die Form geben und den Rand damit auskleiden. Den Ofen auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Kichererbsenmasse nochmals umrühren und dann die klein geschnittenen Spargel, Tomatenstücke & Oliven unterrühren sowie mit Oregano, Salz & Pfeffer würzen. Die Masse auf den Teig füllen und zum Schluss mit den Spargelspitzen belegen. Die Torta Salate rund 45 Minuten im Ofen goldbraun backen. Etwas auskühlen lassen und dann genießen!

Tipp: Sie schmeckt übrigens auch lecker, wenn ihr sie am Vortag schon zubereitet und dann erst am nächsten Tag esst & vorher etwas aufwärmt.